Erdkröte, Frosch & Co auf dem Weg zu den Laichgewässern retten!

Die österreichweite Plattform Froschklaub-Börse sucht auch in der Steiermark dringend Helfer*innen!

Mit der großen Artenschutzaktion „Froschklaub-Börse“ starten der Naturschutzbund und die Naturschutzjugend Steiermark ab März mit der Rettung von Amphibien auf steirischen Straßen. Für verschiedene Amphibienstrecken in Graz-Umgebung (Gratwein, Judendorf-Straßengel, Schirning, Purgstall bei Eggersdorf, Äußere Ragnitz und Pachern) werden noch dringend Helfer*innen gesucht, die während der ca. sechswöchigen Wanderperiode (die Dauer ist witterungsabhängig) regelmäßig Schutzzäune kontrollieren und Amphibien in Kübeln über die Straße tragen. Freiwillige können sich per Mail an die Naturschutzjugend Steiermark wenden oder direkt beim Naturschutzbund Österreich mit einem Klick für eine der Wanderstrecken online anmelden.

Erdkröten © Frank Weihmann

Straßenverkehr ist enorme Gefahr für unsere Amphibien.
Viele unserer heimischen Arten beginnen schon mit ihren Wanderungen. Der Straßenverkehr stellt dabei eine enorme Gefahr für unsere Lurche dar. Permanente Anlagen wie Tunnel-Leitsysteme unter Verkehrswegen schützen sowohl die Tiere bei der Hinwanderung als auch die jungen und erwachsenen Amphibien bei der Rückwanderung in ihre Sommerlebensräume. Wo dies nicht möglich ist, wird meist die sogenannte Zaun-Kübel-Methode angewendet. Dabei werden Zäune entlang von Straßen aufgestellt und auf der straßenabgewandten Seite in regelmäßigen Abständen Kübel in den Boden eingegraben. Die Amphibien wandern den Zaun entlang und fallen dann in die Kübel hinein. An dieser Stelle kommen die freiwilligen Helfer*innen ins Spiel: Sie „klauben“ die Frösche und Co. aus den Kübeln und setzen sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite ab. Dort angekommen können die Tiere ihre Wanderung fortsetzen.

Was erwartet die Helfer*innen beim Froschklauben?
Froschklauben bietet zweifellos eine tolle Gelegenheit, unsere heimischen Amphibien auf direkte und tatkräftige Weise zu unterstützen. Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander können oft aus nächster Nähe betrachtet und bestaunt werden. Natürlich geht diese Aktivität mit einem gewissen Maß an Engagement einher: Die Kübel müssen täglich und bei jedem Wetter, insbesondere bei Regen, entleert werden. Eine gute Regenjacke und wasserfeste Schuhe/Gummistiefel gehören damit zur Grundausstattung von Froschklauber*innen. Bei vielbefahrenen Straßen ist auch das Tragen einer Warnweste unumgänglich!

Rückfragehinweis:
Naturschutzbund Steiermark, +43 (316) 322377

27.02.2024

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