Vögel auf Wohnungssuche!
Bereits im Februar beginnen viele Vogelarten mit der Nistplatzsuche, doch in der Natur finden sie immer seltener geeignete Nistplätze und Baumaterial. Wir können den gefiederten Freunden mit dem Aufhängen verschiedener Nistkästen helfen. Je nach Vogelart ist der Anspruch an die Nisthilfe unterschiedlich. Im herkömmlichen „Meisenkasten“ brüten nur wenig Arten, wie Kohlmeise und Feldsperling. Für eine artenreiche Singvogelwelt sind daher verschiedene Nistkastentypen nötig.
Geschlossene Nistkästen eignen sich für Höhlenbrüter, wie Meisen, Sperlinge, Kleiber, Star oder Steinkauz. Welcher Vogel wo brütet, hängt von der Größe des Einfluglochs ab. Durchmesser von 25-40 mm eignen sich für Kohlmeisen und Sperlinge, die Blaumeise benötigt 25 mm, Wendehals und Stare benötigen 45-50 mm. Noch größere Einfluglöcher brauchen Waldkauz und Hohltaube. Die Nistkästen hängt man am besten in zwei bis drei Metern Höhe auf, das Einflugloch sollte nach Südosten zeigen (von der Wetterseite abgewandt). In einem 400 m² großen Garten reichen 4 bis 5 Nistkästen in einem Mindestabstand von 5-10m.
Offene oder halboffene Nistkästen sind für Halbhöhlenbrüter und Nischenbrüter geeignet.
Nischenbrüter - Mehlschwalben brüten an Häusern unter dem Dach und benötigen speziell geformte Nisthilfen. Man hängt sie möglichst hoch, geschützt und gut versteckt an Häusern oder Balkonen unter dem Dachvorsprung auf.
© Gabriele Hubich
Achtung: Überall lauern Feinde, deshalb unbedingt darauf achten, dass Nistkästen geschützt und vor Fressfeinden wie Elster, Krähe, Buntspechte, Mader, Schlangen und Hauskatzen aufgehängt werden.
Nistkästen bleiben das ganze Jahr im Freien!
Der Nistkasten wird im Herbst ausgeräumt und mit heißem Wasser gereinigt. Viele Vögel suchen in den kalten Winternächten Schutz, deshalb die Kästen bitte auch im Winter aufgehängt lassen!
Im Naturschutzbund-Shop finden Sie eine Auswahl an Nisthilfen für verschiedene Vogelarten zum Shop
Februar 2026
Titelfoto © Manfred Pölzlbauer