Natur.Werk.Stadt

Ein Projekt macht sich stark für den Naturschutz im urbanen Raum. 

Die Natur.Werk.Stadt wurde im Jahr 2017 als Pilotprojekt ins Leben gerufen. Innerhalb der bestehenden Kooperation zwischen dem Naturschutzbund Steiermark und der St:WUK entwickelte die Projektleiterin Daniela Zeschko die Idee, das bestehende gemeinnützige Beschäftigungsprojekt um den Aspekt „Naturschutz und Bewusstseinsbildung in der Stadt“ zu erweitern. In Zusammenarbeit mit DI Andreas Goritschnig kam eine Kooperation mit dem Stadtlabor und dem Projekt living green city in der SMART CITY Graz zustande. Die Bedingungen waren günstig - das Stadtteilmanagement des Stadtlabors war bereits vor Ort und ermöglichte die gemeinsame Nutzung des vor.ort Infocontainers als homebase. Aus der gemeinsamen Nutzung entstanden Kooperationen und Synergien zwischen Stadtentwickler*innen und dem Beschäftigungsprojekt. Es zeigte sich schnell, wie sinnvoll und notwendig Engagement im Bereich Stadtökologie ist.

Tatsächlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten in der Stadt Naturschutz zu betreiben – im Großen wie im Kleinen, im Garten, auf dem Balkon, auf sichtbaren und unsichtbaren Flächen, in Nischen, am Straßenrand oder über unseren Köpfen. Es können auch kleine Flächen genutzt werden, um Schmetterlingen und Co heimische Wildpflanzen und Kräuter anzubieten.

In ihrer Pilotphase ging die Natur.Werk.Stadt verschiedenen Themenbereich nach, um festzustellen, wo Möglichkeiten und Bereitschaft bestehen, urbanes Grün verstärkt zu fördern und umzusetzen. Neben dem Bau von Prototypen für  Insektenhotels, dem Anlegen von Testflächen zur Mähgutübertragung und dem Ausloten von Möglichkeiten unberührte Grünflächen in der Stadt zu erfassen, zu erhalten und ökologisch aufzuwerten, wurden Tests mit Vertikalbegrünung durchgeführt. Besonders positiv entwickelte sich eine Kooperation mit der Stadt Graz, Abteilung für Grünraum und Gewässer und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, bei der Straßenbegleitgrün als Blühwiesen auf Magersubstrat angelegt und wissenschaftlich begleitet wurden.

Im zweiten Jahr ihres Bestehens (2018) etablierte sich die Natur.Werk.Stadt als eigenständiges Projekt und leistet mittlerweile einen wichtigen Beitrag zu Erhalt und Pflege der, ihr anvertrauten Flächen und weitet ihr Tätigkeitsfeld ständig aus. Neben dem Anlegen neuer Blühwiesen- und Schotterrasenflächen im Bereich der SMART CITY wurde intensiv an der Vermittlung der Inhalte und Ziele gearbeitet. Es gab mehrere Kooperationen mit Schulen und Kindergärten, wobei sich aus letzterem eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit wöchentlichen Treffen und Aktivitäten entwickelt hat. Mit den Kindern, vielen davon mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund, sinnliche Erfahrungen mit Naturmaterialien und dem Anbau und der Pflege von Pflanzen zu machen, erlebt das Team der NWS als besonders wertvollen Aspekt seiner Arbeit. Ein interaktiver Baumlehrpfad informiert seit April 2018 über den wertvollen Baumbestand im Bereich der SMART CITY sowie im Bezirk Eggenberg; Infofolder über Blühwiesen vermitteln Zweck und Ästhetik der für viele Bewohner*innen noch ungewohnt aussehenden Straßenränder, ein Sensorikbeet beim vor.Ort Container ermöglicht Kindern Naturmaterialien zu begreifen und zu begehen.

Nicht zuletzt profitieren alle Mitarbeiter*innen und Mitgestalter*innen am Projekt Natur.Werk.Stadt täglich von der gemeinsamen Arbeit im Team, lernen Neues durch die Expert*innen beim Naturschutzbund und den Kooperationspartner*innen und erleben Freude und Sinn durch das Arbeiten mit Kindern und der Natur selbst. Darüber hinaus gelingt es sehr gut dem arbeitsmarktpolitischen Auftrag nachzukommen zudem trägt jedes Teammitglied die Themen der Natur.Werk.Stadt hinaus in sein persönliches Umfeld und wirkt somit als Multiplikator*in für die Anliegen des Naturschutzes.

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