Waldpädagogik will:

* die Wald-Mensch-Beziehung verbessern

* "Waldwissen" vermitteln, also Bäume, ökologische Zusammenhänge oder Forstschädlinge erkennen

* die ökologische und ökonomische Vernetzung des Waldes vermitteln

* Verständnis für nachhaltige Waldbewirtschaftung, die Belange des Waldeigentums wecken

* spielerisches Lernen ermöglichen

* in der Natur zur Kreativität anregen

* Verständnis für den Wald als Lebensraum für Wildtiere fördern und auch die Notwendigkeit für eine tierschutzgerechte Jagd begründen.

* den positiven Zugang zum Holz verstärken
* für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur sensibilisieren

* regionale Besonderheiten, Leistungen des Waldes und Waldberufe kennen lernen

* den Kontakt mit dem Förster oder dem Waldbauern herstellen

Ziele des Vereins:

• Nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch

• Bundesweite Bewerbung der Waldaktionen zu fördern

• Finanzielle Absicherung der Waldpädagogik zu erhalten

• Impulse und Visionen weitergeben

• Waldpädagogik in Österreich als Gütesiegel zu garantieren

• Nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch.


Waldpädagoge für den Bezirk Graz-Umgebung OFM DI Prof. Alfred Fürst

Klassenzimmer im Wald

Spielen - Forschen - Lernen "Im Wald vom Wald lernen",
lautet das Motto der Waldpädagogik. Nicht auf der Schulbank sondern auf spielerische Weise sollen die Kinder den Wald erforschen und die Zusammenhänge in der Natur selbst entdecken. Eine wirkungsvolle Umwelterziehung kann am besten durch unmittelbares Erleben und eigenes Entdecken erfolgen. Durch diese unmittelbare Begegnung mit dem Wald soll auch das Verständnis für seinen Schutz und seine Pflege gefördert werden. Denn die Nähe zum Wald erweckt in den Kindern die Liebe zur Umwelt und Achtung vor ihr. Während es auf der einen Seite zwar ein steigendes Umweltbewusstsein gibt, nimmt auf der anderen Seite die Naturkenntnis ab. Naturkontakte sind aber eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde seelische Entwicklung von Kindern. Eine natürliche Umgebung verleiht den Kindern das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Die Kinder werden ruhiger und entwickeln mehr Gemeinschaftssinn. In der freien Natur können sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Heute wissen wir, dass kopflastige Information zu wenig ist, um einen positiven Zugang zum Wald, zur Natur und zur Umwelt herzustellen. Durch die Waldpädagogik können Kinder Wissen auf einfache Weise erlernen, indem sie befähigt werden, ihre Sinnesorgane einzusetzen. Der Wald wird mit allen Sinnen erfahren: Das Holz wird ertastet, der Waldboden wird barfuss erfühlt, den Vogelstimmen wird gelauscht, Waldkräuter werden gekostet, es wird mit der Lupe unter die Baumrinde geschaut und Baumharz gerochen.
Wer führt durch den Wald? Die Führungen durch das Ökosystem Wald werden von ausgebildeten Forstleuten, Waldpädagogen, Förster und Waldbauern halb- oder ganztägig abgehalten. Der Waldpädagoge ist in der Natur praktisch tätig. Neben dem Fachwissen über den Wald vermag er auch seine eigene Beziehung zur Natur weiterzugeben.

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