100 neue Kleingewässer für die Steiermark

Wegweisendes Projekt gegen den Verlust von Kleingewässern gestartet!

Aktuelle Bestandsanalysen zeigen deutlich: Trotz intensiver Bemühungen des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes zählen stehende Kleingewässer weiterhin zu den gefährdeten Biotoptypen. Ausschlaggebend dafür sind einerseits der anhaltende Rückgang dieser Gewässer, andererseits ihre häufig unzureichende standörtliche Qualität. Besonders problematisch wirkt sich dieser Verlust auf regionale Vorkommen wassergebundener Tier- und Pflanzenarten aus, denen zunehmend die notwendige Lebensgrundlage entzogen wird. Dabei kommt Netzwerken aus kleinen stehenden Gewässern eine zentrale Bedeutung zu. Als miteinander verbundene Lebensräume tragen sie wesentlich zum Erhalt und zur Förderung der biologischen Vielfalt bei. Stehende Kleingewässer leisten einen überproportional großen Beitrag zur Biodiversität im Süßwasser. Sie beherbergen rund 70 Prozent des regionalen Süßwasser-Artenpools in europäischen Landschaften, mehr als jeder andere Binnengewässertyp.

Vor diesem Hintergrund setzt das Biodiversitätsfonds-Projekt „100 Kleingewässer zur Förderung der Lebensraumvernetzung in der Steiermark“ gezielt auf konkrete Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung von Kleingewässern. Durch Revitalisierung, Neuanlage und eine nachhaltige Pflege werden biodiversitätsrelevante Flächen aufgewertet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Aspekten des Biotopverbundes, um dem fortschreitenden Verlust von Kleingewässern wirksam entgegenzusteuern.

Ziel des Projekts ist es, steiermarkweit in unterschiedlichen Lebensräumen insgesamt mindestens 100 Kleingewässer neu zu schaffen oder ökologisch aufzuwerten. Die naturnah gestalteten Gewässer sollen als Lebensraum, Vernetzungselement und bedeutende Trittsteinbiotope fungieren. Ergänzt wird das Projekt durch eine begleitende Erfolgskontrolle und Evaluierung sowie durch gezielte Pflegemaßnahmen und ein Neophytenmanagement. Gestartet wurde das Projekt mit der Anlage des ersten Kleingewässers im Hartberger Gmoos (s. Titelfoto).

Projektleiter: Dr. Frank Weihmann                                                  Kontakt: frank.weihman@naturschutzbundsteiermark.at

Dieses Projekt wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert.

Foto: © Frank Weihmann

Februar 2026

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