Blühstreifen für die Ennstalwiesen – ein Baustein für die Vielfalt

Im Rahmen einer sehr stimmigen Umgebung auf den Trautenfelser Naturschutzflächen des Naturschutzbundes konnte die Kooperationsgemeinschaft Naturschutz und Landwirtschaft im Ennstal am 30. Juli zu einer gemeinsamen Veranstaltung einladen.

Der Vizepräsident des Steirischen Naturschutzbundes Gerhard Schmiedhofer konnte zu dieser Veranstaltung auch die zuständige Landesrätin für Naturschutz, Frau Mag. Ursula Lackner, die Vertreter der Kooperationsgemeinschaft, den Bezirksbauernkammerobmann Peter Kettner und von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein Dr. Bernhard Krautzer begrüßen. Auch die zuständigen Europaschutzgebietsbetreuer Frau Dr. Karin Hochegger und Mag. Daniel Krainer sowie der Bezirksnaturschutzbeauftragte Mag. Ferdinand Prenner, der Leiter der BBL Liezen Mag. Rainer Kienreich, der Präsident des Steir. Naturschutzbundes Prof. Johannes Gepp und zahlreiche Bäuerinnen und Bauern wurden herzlich begrüßt.

Thema der Veranstaltung war das Projekt “Blühstreifen und Vielfalt für die Ennstalwiesen“, eine Initiative die es sich zum Ziel setzt, die Artenvielfalt im Ennstal mit kleinen Maßnahmen wie Blühstreifen und Bracheinseln zu erhalten und zu verbessern. Ein Ziel der Initiative ist mit der Schaffung von über 100 Blühstreifen bereits umgesetzt worden. Die Blüh- und Extensivierungsstreifen werden extensiv bewirtschaftet und einmal im Jahr oder nur jedes zweite Jahr gemäht. Sie stellen damit wertvolle Rückzugsräume für Insekten, Vögel und wie eine Bäuerin erzählte, sogar Rehkitz dar. Grund genug dies einmal gemeinsam zu feiern.

Artenschutz und Förderung von Vielfalt auf freiwilliger Basis und in enger Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz kann auch Freude bereiten: blühende Feldränder, vielfältige Heckenränder, Schmetterlinge auf Brachestreifen und Heuschrecken in Ufersäumen bereichern die Landschaft und auch unser Leben. Es gibt bunte Blumen zu sehen, lautes Gezirpe ist zu vernehmen und manchmal gaukelt auch ein Schmetterling am Wiesenrand entlang. Dort halten sich auch Nützlinge wie der Marienkäfer oder die Schwebfliegen auf. Diese leben von Blattläusen und reduzieren somit den Befall der Kulturpflanzen. Auch insektenfressende Vögel wie den Neuntöter konnten wir beobachten, der sehr putzig auf einer der Ansitzwarten sitzend, eine Wespe verspeiste. Artenreiche Randstrukturen halten unsere Landschaft gesund!

Die Landesrätin, Frau Mag. Ursula Lackner, nahm sich im Rahmen der Veranstaltung Zeit, um jedem der Projektteilnehmer persönlich ein Insektenhotel zu übergeben. Ein Symbol für den gemeinsamen Willen, für Bienen, Schmetterlinge oder Marienkäfer wieder mehr Lebensraum zu schaffen.

Dieses Projekt wird im Rahmen der Ländlichen Entwicklung vom Land Steiermark gefördert.

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