Reptilienvorkommen: „Weiße Flecken“ in der Steiermark schließen

© Frank Weihmann

Unglaublich! Da meint man, in einem der am besten erforschten Länder der Erde zu leben und dann stellt sich heraus, dass über die vor unserer Haustür lebenden Reptilien so gut wie nichts bekannt ist. Ja, die grundsätzliche Beschreibung von Zauneidechse, Äskulapnatter & Co. kennt man natürlich, aber wo und wie weit diese Tiere heute in der Steiermark verbreitet sind kommt einem großen Rätselraten gleich. So kennt man von der Mauereidechse im Mariazeller Land nur einen Fundort, mit der Smaragdeidechse im Grazer Bergland verhält es sich ebenso. Im Wechselgebiet und den Fischbacher Alpen suchen die Forscher dringend nach Kreuzottern, im Oberen Murtal nach der Würfelnatter und im Ennstal braucht es mehr Wissen über die Äskulapnatter. Über die Verbreitung von Schlingnatter und Zauneidechse gibt es in der ganzen Steiermark zu wenige Informationen.

Wir brauchen EURE Hilfe!

Der Naturschutzbund bittet deshalb die Bevölkerung um Mithilfe. 14 Reptilienarten kennt man in Österreich, elf davon sind bzw. waren in der Steiermark heimisch – die Europäische Hornotter gilt inzwischen als verschollen.

Wer also eines der heimischen Reptilien in der Steiermark sieht, möge dies unbedingt auf www.naturbeobachtung.at melden.

Alle Beobachtungen fließen in das Forschungsprojekt ein, mit dem ein Überblick über die aktuelle Verbreitung unserer Schlangen und Eidechsen gewonnen werden soll. Der Naturschutzbund hofft auf viele und vielleicht sogar überraschende Meldungen. Erst, wenn aussagekräftige Informationen vorliegen, kann man die nützlichen und gefährdeten Tiere mit geeigneten Schutzmaßnahmen unterstützen.

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