Dazu lädt die vom Naturschutzbeauftragten der Stadt Graz initiierte Veranstaltung mit einem vielfältigen Programm ein. Fünf Organisationen – darunter der Naturschutzbund – gestalten den Tag gemeinsam und bieten spannende Einblicke in aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes. Auf dem Programm stehen Exkursionen, Vorträge sowie Infostände, die über den gesamten Tag hinweg zum Austausch, Mitmachen und Entdecken einladen.
Termin:
Datum: Samstag, 18. April 2026, 08:00 - 16:00 Uhr
Ort: Biodiversitätszentrum Landwirtschaft Lustbühel, Lustbühelstraße 32, 8042 Graz
Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich.
Datum:[Samstag, 18. April 2026
Uhrzeit: 8:00 - 16:00
Ort: Biodiversitätszentrum Landwirtschaft Lustbühel, Lustbühelstraße 32, 8042 Graz
Exkursionen und Vorträge
8:00 Uhr: Exkursion: „Vogelbeobachten am Lustbühel“ (Dr. Hartwig W. Pfeifhofer/ BirdLife Steiermark; Dauer: 2 Stunden)
Ein Frühlingsspaziergang bietet Möglichkeiten, häufige Brutvogelarten und deren Gesänge zu erlernen. Rastende und überfliegende Zugvogelarten sind ebenfalls zu erwarten.
9:45 Uhr: Eröffnung und Begrüßung durch die Vizebürgermeisterin der Stadt Graz, Frau Mag. Judith Schwendtner.
10:00 Uhr: Vortrag: „Natur- und Landschaftsschutz im Stadtgebiet von Graz“ (Mag. Wirnsberger Karlheinz/ Berg und Naturwacht Graz)
Im Rahmen des Vortrages werden die naturräumlichen Schutzgebiete der Stadt Graz vorgestellt.
10:45 Uhr: Exkursion: „Naturschutzgebiet und Landschaftsschutzgebiet „Lustbühel“ in der Praxis erlebt „(Berg- und Naturwacht Graz)
Im Rahmen der Exkursion werden die naturräumlichen Schutzgebiete am Lustbühel den Teilnehmern nähergebracht.
11:30 Uhr: Vortrag: „Der vogelfreundliche Garten“ (Dr. Hartwig W. Pfeifhofer/ BirdLife Steiermark)
Für viele Menschen ist der eigene Garten nicht nur Erholung und Freizeitbeschäftigung, sondern auch eine Möglichkeit zum Kontakt mit der Natur. Naturnahe Gärten sind grüne Inseln und beherbergen zahlreiche Vogelarten und andere Tiere. Deshalb kann jeder Gartenbesitzer zum Vogelschützer werden!
12:15 Uhr: Exkursion: „Der Landwirtschaftsbetrieb am Lustbühel“ (Karl Untersweg-Nestler/ GBG)
Der Betriebsleiter der Landwirtschaft Lustbühel lädt zu einem Rundgang für Interessierte und gibt Einblicke in den zum Biodiversitätszentrum weiterentwickelten landwirtschaftlichen Betrieb der Stadt Graz am Lustbühel.
13:00 Uhr: Exkursion: „Insekten – was fliegt, kreucht und fleucht denn da?“ (Dr. Frank Weihmann/ Naturschutzbund; Dauer: 1 Stunde)
Mit Frühlingsbeginn beginnt das große Krabbeln und Summen in unseren Wiesen und Wäldern. Von den etwa 54 000 Tierarten in Österreich sind ca. 40 000 Arten Insekten. Die kleinen Tiere leisten Großes, etwa bei der Bestäubung von Pflanzen, der Schädlingskontrolle, beim Abbau organischer Stoffe sowie als Nahrungsgrundlage für andere Tiere aber auch als Indikatoren für den Zustand der Biodiversität. Wie ausgewählte Insekten leben und zu erkennen sind, was zu ihrem Schutz beiträgt, und welche Schlüsse aus der Analyse des Status ausgewählter Insekten gezogen werden kann, soll im Rahmen einer Exkursion am Lustbühel erkundet werden.
14:00 Uhr: Vortrag: „Fledermäuse an und in Gebäuden“ (Oliver Gebhardt/ KFFÖ)
In dem Vortrag werden zuerst kurz die Morphologie und Ökologie von Fledermäusen erklärt und typische Gebäudefledermäuse und ihre Quartierpräferenzen vorgestellt. Es wird auf einige typische Fledermausarten der Stadt Graz eingegangen.
15:00 Uhr: Podiumsdiskussion: „Naturschutz in der Stadt – Herausforderungen und Chancen“ (Moderation: Larissa Suppan)
Im Rahmen der Podiumsdiskussion diskutieren Vertreter:innen von Naturschutz-organisationen/- Institutionen und der Stadt Graz zum Thema: „Naturschutz in der Stadt – Herausforderungen und Chancen“
Infostände
10:00 – 15:00: Infostände der Naturschutzorganisationen
BirdLIfe Steiermark
Es werden fachliche Informationen zu aktuellen vogelkundlichen Fragestellungen gegeben. Der vogelfreundliche Garten stellt dabei einen Schwerpunkt dar. Für viele Menschen ist nämlich der eigene Garten nicht nur Erholung und Freizeitbeschäftigung, sondern auch eine Möglichkeit zum Kontakt mit der Natur. Naturnahe Gärten sind grüne Inseln und beherbergen zahlreiche Vogelarten und andere Tiere. Deshalb kann jeder Gartenbesitzer zum Vogelschützer werden! Wir geben Ihnen Tipps.
Naturschutzbund Steiermark
Am Infostand des Naturschutzbundes gibt es allgemeine Informationen zum Thema „Naturschutz im urbanen Raum“ sowie spezielle Informationen zu Insekten, Amphibien und Reptilien, die in Graz zu finden sind. Auch das Wiederansiedelungsprojekt für das „Wiener Nachtpfauenauge“, das der Naturschutzbund im Rahmen eines Citizen Science-Projektes für engagierte Naturschützer:innen öffnet, wird vorgestellt. Allgemeinen Informationen über den Naturschutzbund Steiermark und seine Naturschutzarbeit auf mehr als 800 eigenen Grundstücken ergänzen das Angebot.
Berg- und Naturwacht Bezirksgruppe Graz
In der Gesellschaft von heute wird viel zum Thema „Natur“ diskutiert, aber wie steht es wirklich um das Wissen der „Diskutanten“ um Tiere, Pflanzen und unser „Tun“ im Hinblick auf Naturschutz und Gewässerschutz? Mit einfachen Mitteln erklären wir anhand von Fotos, natürlichen Materialien aber auch wissenschaftlichen Expertisen wie sich gewisse Handlungen auf unsere unmittelbare Umgebung auswirken. Ein Beispiel hier ist das noch immer wieder praktizierte Wegwerfen von „Zigarettenstummeln“ ohne zu überlegen, welche Auswirkungen diese Handlung für unsere Natur und für das Wasser bedeutet.
Naturschutzjugend Steiermark (önj)
An dem interaktiven Infostand lernen die Besucher:innen Maßnahmen kennen, welche zuhause im Garten oder auf dem Balkon umgesetzt werden können. Es wird beispielsweise gelernt, Seedballs selbst herzustellen und diese zuhause zum Erblühen zu bringen. Kinder können spielerisch bekannte und weniger bekannte Tier- und Pflanzenarten kennenlernen, die es im städtischen Umfeld zu entdecken gilt.
Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ)
Am Infostand werden verschiedene Fledermauskästen vorgestellt, die für verschiedene Fledermausarten entsprechend ihrer Quartierpräferenzen gestaltet sind (Höhlenkasten, Flachkästen, Fassadenkästen, Fledermausbrett). Bei dem interaktiven Teil des Infostandes ist geplant, dass Kinder sich an einer Stange hängen können und die Zeit gestoppt wird, wie lange sie hängen können. Dazu wird die Fähigkeit einer Fledermaus gegenübergestellt, die mehrere Monate an derselben Stelle hängen kann, weil sie einen speziellen Mechanismus im Gelenk hat. Sie braucht erst wieder Muskelkraft, wenn sie die Halterung lösen möchte (das ist auch der Grund, weshalb auch während des Winterschlafs gestorbene Fledermäuse immer noch an einer Stelle hängen können. Eine zweite interaktive Aufgabe besteht im Vergleich der gefressenen Nahrung im Verhältnis zum Körpergewicht. Eine Fledermaus frisst ca. 30 % ihres Körpergewichts in einer Nacht. Die Kinder können anhand ihres Gewichts (Waage vor Ort) ausrechnen, wie viel sie Essen müssten, um 30 % ihres Gewichts in Nahrung zu erreichen (Plastiknahrungsmittel als Gewichte).
16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Datum: